handelt es sich um ein kleines Sonnenteleskop mit 40mm Öffnung und einer Brennweite von 400 mm. Das PST ist der preiswerteste Einstieg in die H-Alpha-Beobachtung. Andere Geräte und Filter kosten ein Vielfaches. Das Geheimnis des günstigen Preises liegt einerseits in der Massenfertigung und andererseits im kleinen Blockfilter. Das okularseitige Blockfilter des PST besitzt lediglich einen Durchmesser von 5mm. So kleine Interferenzfilter lassen sich noch relativ einfach und preiswert herstellen. Bei 400mm Brennweite beträgt der Durchmesser des Sonnenscheibchens etwa 3,5mm. So ist es trotz des kleinen Blockfilters möglich, die komplette Sonnenscheibe zu beobachten. Coronado garantiert für das PST eine Halbwertsbreite von weniger als 1 Angström. Kleinere Schwankungen der Halbwertsbreite sind normal.
Trotz der geringen Öffnung kann man mit dem PST schon erstaunlich viel
beobachten. Granulen, Flare-Gebiete und Protuberanzen sind einwandfrei zu
sehen. Die theoretische Auflösung liegt bei 3 Bogensekunden und die Maximalvergrößerung
bei 80-fach. Auch Fotografie ist möglich. Allerdings hat das PST nur einen
geringen Fokusweg. Bei den ersten Modellen war es möglich das "untere" Adapterstück
am PST abzuschrauben und so den Fokusweg zu verändern. Bei der neueren Version
sind die Bauteile verklebt. Beim Einsatz der Webcam am PST wird eine kleine
Barlowlinse benötigt, die in das Okulargewinde des 1¼-Zoll-Adapters
geschraubt werden muß. Es sollte auch ein IR-Sperrfilter verwendet werden.
Die Praxis hat gezeigt, dass sich damit bessere Resultate erzielem lassen.
Das Gesichtsfeld der Webcam ist sehr klein. Die Chips haben weniger als
5 Millimeter Kantenlänge, so dass immer nur ein kleiner Ausschnitt der Sonne
fotografiert werden kann. Einzelne Protuberanzen lassen sich so jedoch sehr
schön abbilden.
Um die Sonne komplett aufzunehmen, muss man aus mehreren Einzelaufnahmen ein Mosaik zusammensetzen. Der Helligkeitsunterschied zwischen Oberfläche und Protuberanzen liegt bei etwa 10:1. Deshalb lohnt es sich, Oberfläche und Protuberanzen getrennt aufzunehmen und erst später als Fotomontage zusammenzusetzen:
Um ohne Mosaik eine Komplettaufnahme der Sonne zu erstellen, kann auch eine einfache Digitalkamera verwendet werden. Sie wird mit einer Digitalklemme hinter dem Okular befestigt. Zur Projektion sollte möglichst ein Okular mit großer Brennweite und großer Austrittslinse eingesetzt werden. Das 8-24mm DigiMaxT Zoom-Okular hat sich zu diesem Zweck bewährt. Die folgende Aufnahme ist mit diesem Okular und einer Canon PowerShot A75 entstanden Die Belichtungszeit lag bei 1/30sec und die Empfindlichkeitseinstellung bei 200 ASA:

Das 8-24mm DigiMaxT Zoom-Okular läßt sich auch benutzen, um eine digitale Spiegelreflexkamera am PST anzuschließen. Rückseitig verfügt das Okular über ein T2-Gewinde. Von T2 gibt es Adapter auf alle gängigen Marken wie Canon EOS, Pentax, Nikon, und Olympus:
Blicken Sie niemals durch ein Teleskop, ein Fernglas oder ähnliches direkt auf die Sonne. Dies kann zu dauerhaften Augenschäden bis hin zur Erblindung führen! Ein geeigneter Sonnenfilter ist unerläßlich! Decken sie stets auch das Sucherfernrohr ab, um Schäden zu vermeiden! Auch bei der Beobachtung der Sonne mit bloßem Auge sind stets geeignete Schutzbrillen zu tragen, wie sie zum Beispiel hier erhältlich sind!